| In den zwei Nachkriegsjahrzehnten war der SFV Hoya vor allem damit befaßt, seine durch den Krieg völlig zerstörte Infrastruktur wieder aufzubauen. So konnte der Verein Ende der 60er Jahre bereits wieder eine eigene Flugzeughalle nebst Werkstatt und Aufenthaltsraum sowie einen umfangreichen Flugzeugpark sein eigen nennen. 1969 waren in Hoya sechs Flugzeuge, und zwar vom Typ Grunau Baby ("Waschbär"), Doppelraab ("Ludwig Hennigs"), Ka 7 ("Milan"), Ka 8 ("Stadt Hoya"), Ka 6 ("Bussard") und Motorspatz stationiert. |
Die Holzhalle war damit bereits hoffnungslos überfüllt. 1970 begannen die Mitglieder deshalb zur Auslagerung des Fahrzeugparks ( Winde, Startwagen, Lepo, Trecker und Flugzeuganhänger) mit dem Bau einer weiteren Halle. Anläßlich des 40jährigen Vereinsgeburtstages 1971 wurde das aus Wellblechen errichtete und später unter dem Namen "Blechhalle" bekannt gewordene Bauwerk als Halle II offiziell eingeweiht. Im Rahmen des Festflugtages erfolgten die Taufen der Segelflugzeuge Ka 6 ("Bussard") und Ka 7 ("Milan"). Anfang der 70er Jahre bildeten bereits fünf Segelfluglehrer (Carl Rippe, Karl-Heinz Nicolai, Reinhold Stüven, Dr. Hansklaus Rummler und Dietmar Thomsik) den Vereinsnachwuchs aus. Viele Jugendliche strömten zum Segelflug und wurden Segelflugzeugführer . In diesen Jahren begannen erste Vereinsmitglieder mit der Teilnahme am sportlichen Streckensegelflug. Erste Zielrückkehrflüge nach Delmenhorst und Porta Westfalica gelangen ebenso wie ein erster Dreieckssegelflug über 183 km von Hoya nach Bückeburg und Bohmte zurück nach Hoya, wieder durch den Segelfluglehrer Dr. Hansklaus Rummler, der als erster Hoyaer Segelflieger auch einen zentralen Wettbewerb auf Ka 6 als Sieger gegen eine starke Konkurrenz für sich und den Verein entscheiden konnte. Das sportliche Ziel des "gemeinen Segelfliegers" bestand in diesen Tagen darin, die begehrte "Silber C" (50 km Streckenflug, 1000 m Startüberhöhung und 5 Std. Dauerflug) zu erlangen. Parallel zu dieser Entwicklung schaffte der Verein 1974 einen doppelsitzigen, eigenstartfähigen Touring-Motorsegler "Falke" für Reise- und Rundflüge an. Der Verein öffnete sich nun auch für die Privatflieger, jene Segelflieger, die allein oder in Haltergemeinschaften eigene Flugzeuge anzuschaffen bereit waren.
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